Mit Karate gegen den Frost

An einem der kältesten Wochenenden in diesem Jahr haben wir versucht uns so warm wie möglich zu halten. Tina, Ronald, (wo ist eigentlich) Peter und Robert fuhren nach Königsbrück um sich in einer Halle mit (angeblich) Fußbodenheizung auf dem Koryu Uchinadi Seminar mit Olaf Krey genügend Inspiration für ihr Karatetraining zu holen. 

So richtig warmhalten konnte uns weder unser Transportmittel, noch die Fußbodenheizung in der Sporthalle (die gab es nämlich nur im Flur)… Dafür sorgte aber Olaf Krey mit seinem Karate-Intensiv-Wochenende. Eingeladen hatte das Furyu Dojo aus Königsbrück. Am Samstag widmeten wir uns einerseits dem Flow-Drill „Keri Waza“, welcher sich unter anderem mit Fußtritten und Beinarbeit beschäftigt. Aber wie in den meisten Übungsformen des Koryu Uchinadi steckten auch in diesem Drill mehr als nur ein paar Prinzipien der funktionalen Selbstverteidigung drin. Nach den zwei Karate-Blöcken wechselten wir zum Bo (Langstock). Hier stand für uns vor allem Handling, Handling und Handling auf dem Programm. Die Profis unter den Stöckchenschwingern stiegen schon in so manche Partnerübung ein. der Italiener am Abend verstand es, uns so richtig ein zu heizen. Mit einer gekonnt starken Knoblauchsuppe ließ er mich selbst die funktionsuntüchtige Autoheizung vergessen.

Den Sonntag übten wir die von Patrick McCarthy entwickelte Kata „Aragaki Seisan“ und ihre Applikationen. Die anschließende Stockeinheit war manchen dann doch zu viel geworden ;)) … Trotzdem, es hat nicht nur Spaß gemacht mit vielen sympathischen Menschen zu trainieren. Nein, ich fand das besondere war, das jeder seine Fragen die er hatte loswerden konnte und auch entsprechend fundierte und funktionale Antworten bekam. Diese offene Lernatmosphäre hat mich sehr begeistert. Es war ein tolles Wochenende, ziemlich kalt, der Körper nachher Massage- und Badebedürftig, aber mit geballten norddeutschen Humor war das alles schnell vergessen. Schönes Karate-Seminar und danke an das Königsbrücker Team…