Deutscher Meistertitel bleibt in Dresden

Am 30.10. fand die diesjährige Deutsche Meisterschaft in Rodewisch im Vogtland statt. Da wir als Verein mitten in der intensiven Vorbereitung für die Europameisterschaft 2011 in Budapest stecken, standen natürlich alle Starter/innen voll im Trainingssaft.

Dank der intensiven und harten Vorbereitung von Ansgar und Hannes konnten wir einige Platzierungen absahnen. So blieb der Deutsche Meistertitel Kata in unseren, in Hannes‘ Händen. Den Finaleinzug im Kumite verpasste Hannes in einem engen Kampf gegen Roman Gerolt aus München nur knapp. Er konnte sich aber mit einer souveränen Leistung den 3. Platz sichern. 

Unserer großen Männerfraktion half das Motto „Schlagen mit Schlagern“ aus dem Abschlusstraining am Freitag ganz gut. Wolfgang bot als Gelbgurt auf seinem ersten Wettkampf den Grün- und Violettgurten ordentlich Paroli. Andreas der Haudegen entdeckte sein Kumitekönnen und wurde richtig guter Dritter im Sanbon Kumite. Paul und Tim haben mal wieder die Messlatte hoch gehangen und sich ihre Plätze auf dem Treppchen gesichert. Also ich denke, unseren „Nachwuchsmännern“ kann man für die tolle Leistung nur gratulieren. In euch steckt viel Potenzial, auch später für den „richtigen“ Freikampf. Da freu ich mich drauf.

Unser „kleiner“ Paul 😛 durchlebte ein Auf und Ab. Der Grad zwischen Gewinnen und Verlieren schwankte diesmal extrem. Unglückliche Schiedsrichterentscheidungen, Pech, Können, Mut und Wille; all dies machte seine Kämpfe und Kata aus. Auch wenn Paul mit seinen Wettkampfleistungen nicht zufrieden war, muss man ganz klar sagen: seine Trainingsleistungen waren herausragend: Fit wie Turnschuh, immer anwesend und gute Fortschritte im technischen und taktischen Bereich. Manchmal funktioniert aber das Trainierte auf dem Wettkampf einfach nicht. Und dennoch, ich bin mir sicher, dass Paul noch stärker aus dieser verrückten Meisterschaft hervorgehen wird! Die nächsten Gegner können sich schon einmal warm anziehen. Und ganz nebenbei wurde Paul von Bundestrainer Akio Nagai für das nächste Kadertraining eingeladen. Da sagen wir doch Herzlichen Glückwunsch!

Und nun ein paar Worte zu den Kindern und Jugendlichen. Susi war diese Meisterschaft auf den Punkt konzentriert. Das hat richtig Spaß gemacht zu sehen, wie sie ihre Gegnerinnen eiskalt hinter sich ließ. Sonst musste man Susi immer erst richtig Rütteln und Schütteln, sie wach machen und anstacheln. Dieses Mal aber zeigte sie uns, dass sie das auch allein kann. Ein großer Fortschritt und dazu noch sehr erfolgreich. Respekt! Dafür hat Willi dieses Mal den Schlummer-Part übernommen. Schade. Hier muss der Knoten noch platzen. Der Manu zeigte, was er kann. Da freu ich mich auf den Freikampf. Das wird eine große Show ;))

Und auch die kleinsten sollten nicht zu kurz kommen. Michi und Alex aus dem Kindertraining gingen zur Deutschen Nachwuchsmeisterschaft an den Start. Auch sie haben ihre Sache richtig gut gemacht. Unterstützt wurden sie von 3 Freunden aus dem Kindertraining und unseren ganzen Betreuern.

Abschließend wende ich mich noch unseren Herzkaspern zu. Richi. Um den haben wir uns schon ein bisschen gesorgt. Schließlich legte ihn eine nervige Erkältung höchsten Ausmaßes eine Woche vor dem Wettkampf lahm. Aber die Dopingmittelchen gegen Hals und Schnupfen zollten nur geringen Tribut. Auch Richi war klasse unterwegs. Ein klein wenig erleichtert, dass nix großartiges passiert ist waren wir dann doch. Adrenalin der ganz anderen Art hatte wohl unser (ehemaliger) RastaPaul im Körper. Er konnte gleich mal seinen ersten Kumitekampf gewinnen. Wahnsinn! Und damit bildete er mit Paul 2.0 und Tim ein richtiges Gewinnerteam. Sie holten sich in der so genannten „Königsdisziplin“ Kumite-Team den ersten Platz. Respekt und Glückwunsch!

Ganz klar, so ein Wettkampf ist immer eine Teamleistung. Ohne die Betreuer, welche die Starter im Wettkampf unterstützen, ohne die Eltern, die leckere Kleinigkeiten zu Essen vorbereiten, ohne die ganzen guten Trainingspartner, ohne die Trainer, ohne diese ganze Unterstützung würden wir nicht so erfolgreich sein. Und nur durch dieses Zusammenspiel machen die Planung, Vorbereitung und Umsetzung einer Deutschen Meisterschaft so richtig Spaß! Deshalb stehen die Platzierungen für uns (Trainer) eigentlich auch nicht im Vordergrund. An ihnen macht sich zum großen Teil natürlich auch die Stimmung fest. Aber wenn wir als Einheit auftreten, wenn wir uns unterstützen nach guten und weniger guten Leistungen, wenn wir uns aufbauen, wenn wir uns abklatschen, wenn wir gemeinsam auswerten können und uns neue Ziele setzen, all dies in Gemeinschaft und gegenseitiger Anerkennung, dann ist das so verdammt viel wert! Und deshalb bin ich stolz auf uns und diese Meisterschaft. 

Aus dem Betreuerblickwinkel,
derrob