Ouchi goes Sommerzeit

Es ist Sonntagmorgen, der 25. März. An einem durch die Zeitumstellung verkürzten Tag schallen gefühlte dreihundertfünfundachzig Prüfungsergebnisse durch die Halle. Aber wir haben nur Ohren für einen Namen:

„Tim Heckel – A“.

Samstag, 24. März, 15:00 Uhr irgendwo in Mitteleuropa: Es ist sonnig, der Boden einer gut klimatisierten Turnhalle ist blau und rutschfest. Sieben, und wenig später auch ein achter Ouchi stehen mit etwa 120 Gleichgesinnten bereit um unter den anleitenden Worten von Tanaka-Sensei, Nagai-Shihan und seinen Meisterschülern Toni-Sensei und Eugen-Sensei trainieren zu können. Während die meisten Lehrgangsteilnehmer dem Highlight des Wochenendes entgegenfieberten, hatten wir die ersten Höhepunkte bereits hinter uns – sechs Stunden Hinfahrt sei Dank: Nachdem uns der Kapitän an Bord begrüßt hatte, füllten wir uns die Zeit bis zur ersten Pinkel- und Futterpause mit Geografie- und Geschichtsnachhilfe. Anschließend konnten wir entdecken, wie es ist ohne Kinder wegzufahren und so hieß es diesmal „Stripmaumau statt Mutti spielen“ 🙂

An der Halle angekommen, genossen die Sensei bei einem Erwärmungskäffchen das schöne Wetter, während wir die Zeit nutzten nochmal richtig reinzuhauen und alle ankommenden Freunde und Bekannte anderer Dojos zu begrüßen. Der eine oder andere Ouchi aus Überzeugung, oftmals liebevoll auch „unser Sportwart“ genannt, demonstrierte dabei genauso willentlich wie wirkungsvoll seine Zugehörigkeit.

Tanaka-Sensei hat es auch dieses Wochenende wieder geschafft uns innerhalb weniger Minuten zu faszinieren und viele der Dinge fortzuführen, die wir in den letzten Wochen und Monaten im Dojo geübt haben. Seine Anregungen, Impulse und neuen Übungen werden uns sicherlich in der nächsten Zeit im Training bereichern und so auch den Nicht-Mitgefahrenen zugänglich werden.

Das an die Kihoneinheit anschließende Kata-Training fügte sich nahtlos an unser Montagstraining an, so konnten sich die Blaugurte bei Toni-Sensei noch ein paar Details, Tipps und Kniffe für ihre Prüfungskatas und Jiyu-Ippon-Kumite abgucken, die Braungurte wurden von Eugen-Sensei für die vier Grundkatas fit gemacht und die Schwarzgurte trainierten neben Gangaku auch die beiden letzten Montagskatas Gojushiho-Dai und Unsu und haben versucht sich sämtliche Besonderheiten, die  Tanaka-Sensei präsentiert hat, einzuprägen. Abschließend hat uns Tanaka-Sensei noch einige uns weniger bekannte Formen des Jiyu-Ippon-Kumite üben lassen und das Training wurde traditionell durch die obligatorischen Freikampfrunden beendet.

Der Applaus für die Trainer war kaum verklungen, als sich acht Ouchis sehr strategisch zwei Hochsprungmatten für die Übernachtung kaperten. Nun konnte es wieder gemütlich werden. Mit einigen witzigen Showeinlagen und lustigen Sprüchen ging es für Ouchi in die Nacht zu Pizza, Kreiselfahren und den anderen Karateka in die Kneipe. Getreu unserem Motto „Nach dem Essen noch ein Snack“, haben wir uns auf dem Weg in die Übernachtungshalle noch einen Mitternachtsimbiss geholt, um die kommenden drei Stunden Lachkrampfattacken zu überstehen.

Es ist Sonntagmorgen, der 25. März. An einem durch die Zeitumstellung verkürzten Tag schallen nach einer weiteren Trainingseinheit und den Prüfungen gefühlte dreihundertfünfundachzig Prüfungsergebnisse durch die Halle. Aber wir haben nur Ohren für einen Namen:

„Tim Heckel – A“.

Der Lehrgang war sicherlich für viele ein besonderer, aber für Ouchi und Tim war er ein weiteres Event in der ewigen Bestenliste der jüngeren Vereinsgeschichte.

In professioneller Zusammenarbeit verfasst von Martin, Paul, Tim und Julia 🙂

Wir haben auch wieder einiges abseits des Karate gelernt:

  • Wenn man gefesselt am Boden liegt, sollte man sich nicht bewegen. Ein anderer könnte sich verletzen.
  • Unsere Kinder vergessen vermutlich nur deshalb ihren Gi zum Lehrgang nicht, weil sie eine Checkliste bekommen, auf der er an oberster Stelle steht. UND: Auch derjenige, der diese Checkliste erstellt hat, sollte IMMER eine Kopie bekommen
  • „Ich liebe dich“ öffnet viele Türen

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