Kampfkunstseminar mit Hanshi Patrick McCarthy

Am Wochenende vom 2. bis 3. Juni weilten Tina, Thomas (Otomo-Zittau) und Robert in Berlin auf einem Kampfkunst – Weiterbildungsseminar. Geschichtliche und gesellschaftliche Hintergründe über Japan/Okinawa und effektive Selbstverteidigung auf Grundlage der in Kata enthaltenen Bewegungen bildenten die Grundlage dieses Seminars. Zur Aufklärung und Entschlüsselung der Kata zeichnete McCarthy den Entwicklungsweg den das Karate genommen hat und führte ihn zurück zum Ursprung auf Okinawa. Mit seinem komplexen Kampfkunstwissen und der witzigen Art zu erzählen waren staunen und lachen vorprogrammiert.

Am Samstag erlernten wir einen nicht ganz kurzen Zwei-Personen-Drill. Ganze 5 Stunden beschäftigten wir uns damit, womit sich die Komlexität von selbst begründet. =) Die Grundlage dieses Drills bildeten verschiedene Problemlagen: ich werde festgehalten, ich werde gewürgt, ich werde geschlagen. Als nächstes war die Frage: Was kann ich jetzt machen? Wie komme ich hier wieder raus? Aus einer „Problemlage“ herausgekommen bildete McCarthy wieder neue und so weiter. Problem und Lösung wechselten sich ab. Dabei gingen wir mit Mitteln wie Würgen, schlagen auf gefährliche und unangenehme Stellen, treten, Kopfstöße und andere Dinge die im Straßenkampf von Nöten sein können, um. McCarthy verblüffte uns an vielen Stellen mit einer oftmals so einfachen Logik der Anwendung einer Bewegung in einer Kata. Am Sonntag beschäftigte uns die Kata Wondo mit ihrer Bunkai (Anwendung). 

Viele neue Informationen und Erkenntnisse ließen unseren Kopf auf der Rückfahrt zum rauchen bringen. Wir bedanken uns beim Veranstalter und ausrichtenden Dojo für die perfekte Betreuung und Organisation!

derrob