Mini-EM in Burghausen – Internationales Kyu-Turnier und Nagai Cup 2026

Es ist Wettkampfzeit! So kurz vor der anstehenden WM in der Türkei standen das diesjährige Internationale Kyu-Turnier und der Nagai Cup natürlich unter einem ganz besonderen Stern. Genau deswegen freuten wir uns ebenso wie die Ausrichter über die Teams aus Österreich, der Schweiz, Tschechien und Italien, die den weiten… Moment! – dazu kommen wir noch… Weg auf sich genommen haben.

Mit Burghausen hat sich der S.K.I.D. nämlich ein Fleckchen Erde ausgesucht, das dem einen oder anderen österreichischen Gast durchaus eine Anreise mit dem Fahrrad ermöglichte. Tut uns echt leid für euch, liebe Nachbarn! Denn jeder weiß schließlich, dass erst eine gemeinsame, stundenlange Busreise den entscheidenden Schub auf der Amüsierskala bringt.

Wir machten es richtig und rollten am Freitag gleich mit zwei Bussen etwa 6 bis 7 amüsante Stunden Richtung Süden. Im Gepäck: 16 hochmotivierte Ouchis, die die Fahrtzeit für die wirklich essenziellen Fragen nutzten: „Wer ist der Imposter?“, „Was steht auf meiner Stirn?“ (Stirnraten deluxe) und „Wer hat sich schon wieder nicht angeschnallt?“ 😊 In der Übernachtungshalle angekommen, gab es nur noch eine (sehr kleine) Mütze Schlaf und die gespannte Vorfreude auf den großen Tag.

Samstag: Das Kyu-Turnier mit einem Bus voller Ouchis

Samstagmorgen – Taufrisch wie der junge Morgen erwachten alle zeitgleich und voller Tatendrang in der Übernachtungshalle – Haha! So war es leider nicht, aber unser zuverlässiges Reanimationsteam für einen Wettkampfmorgen hört auf den Namen „Ouchi-Buffet“. In unmittelbarer Nähe der Wettkampfhalle stärkten wir uns mit den mitgebrachten Leckereien (An dieser Stelle wie immer ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Bäcker, Schnippler und Köche!😊) und weckten so langsam wieder alle Lebens- und Wettkampfgeister. Dann ging es los!

Zum Internationalen Kyu-Turnier war die Ouchi-Präsenz so hoch, dass sie nur mit Kofferraum in einen 9er-Bus gepasst hätte. Hier zeigten Anton, Liam, David, Eduard, Karol, Tom, Alex, Helene, Magda und Illary, was in ihnen steckt!

Für David, Liam und Eduard war es das allererste Mal – bzw. der erste Start seit einer gefühlten Ewigkeit – auf der ganz großen Wettkampfbühne. Alle drei haben ihre Nerven wie Profis im Zaum gehalten und sich in beiden Kategorien toll präsentiert. Jungs, wir sehen euren Einsatz im Training: Das wird noch ganz groß! 😊 Für Eduard sprangen sogar direkt zwei Podestplätze heraus (3. Platz Kata, 2. Platz Kumite). In derselben Kategorie kämpfte er mit Karol um die begehrten Treppchenplätze, wobei die beiden sich heimlich abgesprochen zu haben schienen: Nach eindrucksvollen Kämpfen sicherte sich Karol nämlich genau umgekehrt Platz 2 in Kata und Platz 3 in Kumite.

Auch die Wettkampf-Familie Platner war wieder voll im Angriffsmodus. Während sich Alex in seiner neuen Kategorie gegen bärenstarke Konkurrenz den 3. Platz in Kata sicherte, schoss Anton in derselben Disziplin noch haarscharf am Podest vorbei. Doch echter Sportsgeist zeigt sich im Umgang mit Rückschlägen: Unser junger Athlet fing sich blitzschnell wieder und biss sich genau deswegen zu einem grandiosen 2. Platz im Kumite durch! Genau diese mentale Stärke zählt und macht uns unglaublich stolz. Medaillen sind nur der Bonus, die Einstellung ist alles. 😊

Auch Helene und Tom mussten in ihren Kategorien an ihre Grenzen gehen. Trotz riesiger Hingabe und dem enormen Trainingsfleiß, der beide auszeichnet, belohnte sie das berüchtigte Quäntchen Wettkampfglück diesmal leider nicht mit Edelmetall. Enttäuscht zu sein, ist völlig okay und menschlich. Doch wahre Größe zeigte sich direkt danach: Ihr Eifer und die Unterstützung für das restliche Ouchi-Team am Mattenrand beweisen Qualitäten, die man nicht mit Medaillen aufwiegen kann. Ihr seid spitze!

Magda und Illary mischten ihrerseits ihre beiden proppevollen, international angereicherten Kategorien richtig auf und belohnten sich für ihren starken Einsatz mit Traum-Ergebnissen: 1. Platz Kata für Magda und 2. Platz in Kata und Kumite für Illary.

Nachdem wir die Übernachtungshalle hinsichtlich ihrer Bespielbarkeit getestet und auch die Hochsprungmatte einem alternativen TÜV-Test unterzogen haben, ließen wir den Abend im Burghausener Italiener um die Ecke ausklingen.

Sonntag: Der Nagai Cup – Wenn der Wettkampf zum „launischen Biest“ wird

Am Sonntag waren dann die Braun- und Schwarzgurte dran. Für Ouchi traten Magda, Illary, Konrad, Malte und Paul an den Start bzw. die Poollinie. Alle fünf waren hochmotiviert, doch manchmal ist der Wettkampf eben ein launisches Biest.

Trotz ausdrucksstarker Kata-Leistungen mussten sich Magda und Konrad leider ihren international erfahrenen Gegnern in der 1. Runde geschlagen geben. Selbst Malte hatte in seiner zweitliebsten 😉 Einzeldisziplin das Nachsehen. Illary kämpfte sich hingegen eine Runde weiter, scheiterte dann aber knapp an seinem zweiten Gegner. Nach einem wackligen Start kämpfte Paul sich dann souverän bis ins Kata-Finale vor und verpasste das Treppchen hinter einem starken Trio aus Österreich nur um Zahnschutzbreite.

Im Kumite setzten sich Malte und Paul anfangs deutlich gegen ihre Gegner aus Österreich und Tschechien durch. Bei Kontrahent Nummer zwei war dann allerdings Endstation – in Pauls Fall war es ausgerechnet der spätere Turniersieger aus Italien. Für Illary und Konrad blieb ein verdienter Einzug in die nächsten Runden an diesem Tag leider ebenfalls aus. Doch beim abschließenden Länderkampf (Kumite-Team) gegen die Schweiz und Italien ließen Paul und Malte ihr Können noch einmal richtig aufblitzen und steuerten drei wichtige Siege für das deutsche Team bei.

Der Nagai Cup ist seit Jahren kein nationaler Wettbewerb mehr. Das mag für den Ausgang der Wettkämpfe manchmal frustrierend sein, doch ist das Wachstumspotenzial in genau diesen Mini-EM-Formaten enorm! Wir freuen uns mit euch und an euch wachsen zu können, uns auszutauschen und immer wieder den Vergleich zu suchen – noch mehr freut es uns, dass zu genau solchen Gelegenheiten immer mehr internationale Freundschaften entstehen und gepflegt werden.

Ein herzliches Dankeschön geht an das ausrichtende Dojo für die tolle und unheimlich zeitintensive Organisation dieses Großevents!

Burghausen, es war uns ein Fest – wir sehen uns nächstes Jahr! 😉